Webdesign

Website-Relaunch-Checkliste: So wird der Relaunch zum Ranking-Boost

Fast jeder Ratgeber zum Relaunch liest sich wie der Beipackzettel eines Medikaments. Risiken, Nebenwirkungen, Ranking-Verlust, bitte nichts Wichtiges anfassen. Kein Wunder, dass viele Unternehmer ihre alte Website lieber noch drei Jahre durchschleppen.

Titelgrafik Website-Relaunch-Checkliste: Umgezogen und trotzdem gestiegen. Links das, was alle erwarten, ein Einbruch; rechts das, was bei Kaam-in passierte: plus 49 Prozent Klicks aus der Google-Suche sieben Wochen nach dem Umzug

Eine gute Website-Relaunch-Checkliste schützt nicht nur, was du hast, sondern holt dir mehr. Das Risiko eines Relaunches ist planbar: Wer vorher alle Adressen sichert und jede einzeln weiterleitet, verliert kaum etwas. Der eigentliche Gewinn liegt woanders: neue Struktur, schlankere Technik, bessere Texte, und das alles in einem Zug.

Hier bekommst du beides, belegt am Beispiel eines echten Relaunches vom August 2026 mit Zahlen aus der Google Search Console, dem kostenlosen Auswertungswerkzeug von Google.

Bringt ein Website-Relaunch Rankings oder kostet er sie?

Ein Website-Relaunch kann beides, und welches davon eintritt, entscheidest du mit der Vorbereitung. Ein Beispiel ist Kaam-in, eine Vermittlung von Pflegekräften aus Indien und ein Kunde von SEOGEO Performance. Die alte Seite hat SEOGEO Performance schon vorher betreut, und sie war keine schlechte Seite. Sie lief auf einem Website-Baukasten (Wix), und der setzte Grenzen bei den Kosten im laufenden Betrieb und bei dem, was sich gestalten ließ. Deshalb haben Kaam-in und ich uns gemeinsam bewusst für den nächsten Schritt entschieden: günstigere Strukturen und mehr Freiheit im Design. Allein dadurch spart Kaam-in rund 580 Euro im Jahr: etwa 400 Euro Gebühren für den Baukasten und 180 Euro für Zusatzprogramme (Plugins), die beide wegfallen.

Am 19. August 2026 ist kaam-in.de vom Baukasten auf eine schlanke, selbst gebaute Seite umgezogen. Im selben Zug bekamen die Startseite und die übrigen Hauptseiten ein neues Design und neue Texte von SEOGEO Performance. Die Blog-Artikel zogen inhaltlich unverändert mit, die langen Blog-Adressen waren schon im Juni als eigener Schritt gekürzt worden. Die Domain blieb dieselbe.

SEOGEO Performance hat danach die Search-Console-Daten von Kaam-in ausgewertet, je 49 Tage vor und nach dem Umzug (1. Juli bis 18. August gegen 19. August bis 6. Oktober 2026). Das Ergebnis: 354 statt 237 Klicks aus der Google-Suche, also 49 % mehr.

Kennzahl (Google Search Console)49 Tage vorher49 Tage nachherVeränderung
Klicks aus der Google-Suche237354+49 %
Impressionen (Einblendungen in der Suche)10.34211.182+8 %
Durchschnittliche Position9,57,81,7 Plätze besser
Klickrate2,3 %3,2 %+0,9 Punkte

Einen Einbruch gab es nicht, auch nicht in den ersten Tagen: Schon am Umzugstag kamen mehr Klicks als an jedem der drei Tage davor. Die Startseite stand in den sieben Wochen danach im Schnitt auf Position 6,6. Ohne die Suchen nach dem Firmennamen liegt das Plus bei 55 %. Es kommt also nicht vor allem daher, dass plötzlich mehr Leute nach „Kaam-in“ gesucht hätten.

Klicks pro Tag aus der Google-Suche für kaam-in.de, 1. Juli bis 6. Oktober 2026, Umzugstag 19. August markiert
Kaam-in, Klicks aus der Google-Suche pro Tag vor und nach dem Relaunch am 19.08.2026. Auswertung von SEOGEO Performance aus der Google Search Console, Stand 09.10.2026.

Damit das sauber eingeordnet ist: Das ist ein Fall, keine Regel. Sieben Wochen sind kurz, und einen Vergleich mit demselben Zeitraum im Vorjahr habe ich nicht gemacht. Weil Plattform, Design und die Texte der Hauptseiten gleichzeitig gewechselt haben, lässt sich außerdem nicht sagen, was davon wie viel gebracht hat. Was der Fall zeigt: Ein Relaunch muss nicht wehtun. Und für mich zeigt er noch etwas: Selbst eine gut betreute Seite hatte noch Luft nach oben. Ich sehe sie nicht in mehr Pflege, sondern im Neuaufbau: Technik, Gliederung und Texte aus einem Guss. Der Fall zeigt außerdem, an welchen Stellen es beim Umzug darauf ankommt. Genau die stehen unten in der Checkliste.

Warum gilt der Relaunch als Risiko, und warum ist das nur die halbe Geschichte?

Der Relaunch gilt als Risiko, weil beim Umzug tatsächlich etwas verloren gehen kann: Adressen, die ins Leere führen, Seiten, die Google plötzlich nicht mehr findet, Links von anderen Websites, die auf eine Fehlerseite zeigen. Google schreibt in seiner Anleitung zum Website-Umzug selbst: „Rechne mit vorübergehenden Schwankungen beim Website-Ranking.“ Bei mittelgroßen Websites dauere es „einige Wochen oder länger“, bis Google die neuen Adressen anstelle der alten zeigt (Google Search Central, Stand September 2026).

Wie teuer es werden kann, zeigt eine öffentliche Auswertung mit fast 900 Fällen. Dan Taylor hat für das Search Engine Journal 892 Umzüge auf eine neue Domain untersucht. Im Schnitt dauerte es 523 Tage, bis die neue Domain wieder so viele Besucher aus der unbezahlten Suche hatte wie die alte. Bei 17 % war das selbst nach 1.000 Tagen nicht der Fall (Search Engine Journal, Januar 2025). Wichtig dabei: Die Studie misst Domainwechsel mit geschätzten Werten aus Drittanbieter-Tools. Wer seine Domain behält, so wie im Beispiel oben, nimmt sich den härtesten Teil des Umzugs gar nicht erst vor.

Der verbreitete Rat lautet deshalb: möglichst wenig auf einmal ändern, rankende Texte nicht umschreiben, Hauptsache nichts kaputt machen. Das ist nicht falsch. Es ist nur die halbe Geschichte. Ich halte es für einen teuren Fehler, dabei stehenzubleiben, weil es den Relaunch auf eine Reparatur reduziert. Wer nur darauf achtet, nichts zu verlieren, zieht mit denselben Schwächen in ein neues Haus. Dabei lässt sich ein Risiko vorher ganz ausschalten, nämlich dass etwas unwiderruflich verloren geht: Die alte Website kann vor dem Umzug vollständig gespeichert werden. Geht etwas schief, ist damit nichts endgültig verloren.

Google rät auch, Domainwechsel, Systemwechsel und neues Design nacheinander zu machen statt alles auf einmal. Bei einem Domainwechsel würde ich mich strikt daran halten. In unserem Beispiel blieb die Domain, die langen Blog-Adressen wurden schon Wochen vorher umgestellt, und nur Plattform, Design und die Texte der Hauptseiten wechselten zusammen.

Was gewinnst du bei einem Relaunch, das du sonst nie bekommst?

Ein Relaunch ist die eine Gelegenheit, viele Baustellen auf einmal zu schließen, für die im Alltag nie Zeit ist: Menüstruktur, Technik und Texte. Im laufenden Betrieb fasst das niemand an, beim Relaunch wird ohnehin alles angefasst. Wer diesen Moment nur zum Retten nutzt, verschenkt ihn. Beim Relaunch der Pflegekräfte-Vermittlung aus dem Beispiel oben (August 2026) hat SEOGEO Performance Plattform, Design und die Texte der Hauptseiten im selben Zug getauscht, also genau das, wovon der verbreitete Rat abrät. Laut Search-Console-Auswertung von SEOGEO Performance brachte das 49 % mehr Klicks in den sieben Wochen danach, ohne Einbruch. Der Umbau hat also nicht geschadet, und die neuen Texte waren der Teil, auf den ich nicht verzichtet hätte.

In meinem Artikel darüber, was eine neue Website kostet, steht: Sichtbarkeit entscheidet sich beim Bau, nicht beim Relaunch. Ein Relaunch mit Plattformwechsel ist aber kein Nachbessern, sondern genau dieser Bau, nur ein zweites Mal.

Vier Dinge, die du sonst kaum bekommst:

  1. Eine neue Struktur von Grund auf. Über Jahre Angebautes lässt sich neu ordnen: eine Seite pro Leistung, klare Wege zur Anfrage, interne Links dorthin, wo du Kunden gewinnst. Im laufenden Betrieb kannst du eine Seite nur pflegen, beim Relaunch kannst du sie neu ordnen. Darin sehe ich einen großen Teil des Plus aus dem Beispiel oben, auch wenn er sich nicht sauber herausrechnen lässt.
  2. Ein schlankeres technisches Fundament. Viele kleine Unternehmen und Mittelständler, die zu mir kommen, starten mit einem Website-Baukasten, der für den Anfang in Ordnung ist. Beim Relaunch kannst du auf schlankere Technik wechseln, die schneller lädt und dir die Kontrolle über jede Adresse gibt. Genau deshalb ist die Seite aus dem Beispiel umgezogen, obwohl sie gut lief: Sie läuft heute auf einfachen HTML-Dateien, und die rund 580 Euro im Jahr für Baukasten und Plugins sind weg. Gemessene Ladezeiten von vorher habe ich nicht, deshalb nenne ich hier keine Zahl.
  3. Die Search-Console-Daten als Rohstoff für die neuen Texte. Google zeigt dir, bei welchen Suchanfragen deine alte Seite schon auftaucht, aber noch nicht vorne steht. Genau diese Begriffe setzt du beim Relaunch an die richtigen Stellen. So gehe ich bei jedem Relaunch vor, weil es der schnellste Weg nach vorn ist: Du optimierst auf Nachfrage, die Google dir schon nachgewiesen hat.
  4. Lesbarkeit für KI-Suchen. ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Übersichten zitieren Seiten, die klar sagen, wer du bist, was du anbietest und für wen. Beim Relaunch lässt sich das gleich mitbauen: klare Antworten, strukturierte Daten (maschinenlesbare Angaben im Seitencode), überall dieselbe Beschreibung deines Unternehmens.

Die Checkliste auf einen Blick:

  1. Ziel festlegen: Was soll die neue Seite besser können?
  2. Alle alten Adressen und Vorher-Werte sichern.
  3. Struktur und Texte nach den Search-Console-Daten planen.
  4. Die neue Seite gesperrt bauen und durchtesten.
  5. Am Umzugstag Sperre lösen, weiterleiten, das neue Adressverzeichnis (Sitemap) bei Google einreichen.
  6. Nach einigen Wochen gleich lange Zeiträume vergleichen.

Wo bei deiner Seite der größte Gewinn liegt, zeigt dir vorab die kostenlose Analyse.

Website-Relaunch-Checkliste, Teil 1: was du vor dem Umzug sicherst

Die Website-Relaunch-Checkliste beginnt Wochen vor dem Umzug, mit einer vollständigen Bestandsaufnahme. Was du nicht kennst, kannst du nicht weiterleiten, und was du vorher nicht gemessen hast, kannst du hinterher nicht vergleichen. Dazu gehören jede alte Adresse, die Vorher-Werte aus der Search Console und alles, was an der Domain hängt. Im Beispiel waren das neben der Website auch E-Mail, Teams und die Geräteverwaltung, insgesamt 31 Einträge.

Vor dem Umzug:

  1. Alle alten Adressen sammeln, aus mehreren Quellen. Dazu gehören die Sitemap der alten Seite, die Search Console der letzten 16 Monate und ein automatisches Durchsuchen der Live-Seite. Dazu kommt die Liste der Links von anderen Websites, auch auf Bilder und PDFs. Keine dieser Quellen ist allein vollständig.
  2. Die Vorher-Werte sichern. Klicks, Impressionen und Positionen je Seite aus der Search Console exportieren, dazu die Anfragen über die Website. Am besten wählst du einen Zeitraum, den du nach dem Umzug in gleicher Länge wiederholen kannst.
  3. Für jede Seite entscheiden: bleibt, wird besser, wird zusammengelegt oder fällt weg. Seiten mit Klicks oder Links von außen fallen nie ersatzlos weg.
  4. Domain behalten, wenn es irgendwie geht. Muss sie gewechselt werden, mach das als eigenen Schritt.
  5. Titel, Beschreibungen, Canonical-Angaben (welche Adresse die maßgebliche ist) und strukturierte Daten übernehmen oder bewusst verbessern. Nichts davon darf beim Umbau still verschwinden.
  6. Alles mitnehmen, was an der Domain hängt. Jeden Eintrag vorher sichern, nicht nur den für die Website.
  7. Die neue Seite gesperrt bauen und durchtesten. Die Testversion bekommt eine Sperre gegen die Aufnahme in die Google-Suche, damit Google sie nicht als doppelten Inhalt findet. Solange sie gesperrt ist, testest du Formulare, Handy-Ansicht, interne Links und Ladezeit.
  8. Bei neuen Anbietern auf KI-Crawler achten. Manche Anbieter bieten beim Einrichten an, KI-Crawler zu blockieren, also die Programme, mit denen KI-Dienste Websites lesen. Beim Umzug oben hat SEOGEO Performance diese Einstellung bewusst auf „erlauben“ gestellt, sonst hätten die Crawler von ChatGPT und Co. die Seite nicht mehr lesen dürfen.
  9. Die alte Website vollständig sichern. Alle Seiten, Texte und Bilder werden als Kopie gespeichert, bevor irgendetwas umzieht. So bleibt jede Zeile der alten Seite erhalten, egal was beim Umzug passiert.

Website-Relaunch-SEO: Wie findest du für jede alte Adresse die richtige Weiterleitung?

Website-Relaunch-SEO steht und fällt mit den Weiterleitungen: Jede führt von einer alten Adresse dauerhaft (Status 301) auf die neue Seite, die inhaltlich am besten passt, ohne Umweg über weitere Weiterleitungen. Pauschal alles auf die Startseite zu schicken, ist ein verbreiteter Fehler: Google kann das wie eine verschwundene Seite behandeln, und der Besucher landet nicht dort, wo er hinwollte. Laut Google haben dauerhafte Weiterleitungen keine negativen Auswirkungen auf den PageRank, also auf die Stärke, die eine Seite über Links mitbringt.

Wie viel Arbeit darin steckt, zeigt der Umzug aus unserem Beispiel. SEOGEO Performance hat die alten Adressen vor dem Umzug aus fünf Quellen zusammengetragen:

  • die Sitemaps der alten Wix-Seite (15 Adressen)
  • die Search Console der letzten 16 Monate (21 Adressen)
  • ein Durchsuchen der Live-Seite, das 17 Schlagwort-Seiten des alten Blogs, weitere englische Seiten und eine alte Danke-Seite zutage brachte, die in keiner Sitemap und in keinem Search-Console-Bericht standen
  • die Links von anderen Websites, darunter eine Adresse mit Tippfehler
  • die Einträge der Domain, in denen eine eigene englische Subdomain auftauchte

Keine einzelne Quelle war vollständig. Wer nur die Sitemap nimmt, übersieht einen großen Teil.

Danach bekam jede Adresse ihr Ziel. Ein paar Beispiele für die Entscheidungen:

Alte AdresseZielWarum
Englische Unterseiten (/en/…)jeweils die deutsche Seite mit demselben Inhaltnicht pauschal auf die Startseite, sondern pfadgenau
Lange Blog-Adressen mit Umlauten aus der Baukasten-Zeitdie neue, kurze Adresse desselben Artikelszwei Adressen für einen Artikel werden zu einer
Schlagwort-Seiten des alten Blogsdie Blog-Übersichteigener Inhalt war dort nie
Adresse mit Tippfehlerdie richtige Leistungsseitedie Links von außen sollen wirken
Alte FAQ-Seiteder FAQ-Bereich auf der Startseitedie Seite wurde aufgelöst, der Inhalt nicht

Am Umzugstag hat SEOGEO Performance 42 alte Adressen einzeln geprüft, die Schlagwort-Seiten davon als Stichprobe, weil eine einzige Regel sie alle weiterleitet: Alle 42 landeten auf einer funktionierenden Seite, keine auf einer Fehlerseite, keine über eine Kette mehrerer Weiterleitungen. 20 davon brauchten eine Weiterleitung, 22 blieben unverändert. Das ist unspektakulär, und genau so soll es sein.

Website-Relaunch-Checkliste, Teil 2: was am Umzugstag passiert

Am Umzugstag selbst arbeitet die Website-Relaunch-Checkliste eine feste Reihenfolge ab, und keine der Aufgaben ist kompliziert. Im Beispiel hat der eigentliche Umzug eine knappe halbe Stunde gedauert, weil vorher alles vorbereitet war. SEOGEO Performance hat danach alle 31 Einträge der Domain einzeln gegengeprüft. Für den Notfall war vorgesehen, die alte Wix-Seite mindestens vier Wochen als Rückweg stehen zu lassen.

  1. Die Sperre für Google entfernen. Die Testversion war gesperrt, die Live-Seite darf es nicht sein. Danach direkt prüfen, ob die Sperre wirklich weg ist.
  2. Domain umstellen und alle Einträge kontrollieren. E-Mail, Weiterleitungen, Verschlüsselung (das Schloss im Browser).
  3. Alle alten Adressen einmal durchtesten. Jede muss auf einer funktionierenden Seite enden, in einem Schritt.
  4. Alle Schreibweisen der Domain zusammenführen. Mit und ohne „www“, mit „http“ und „https“: Am Ende muss jede Variante auf dieselbe Adresse führen.
  5. Die neue Sitemap in der Google Search Console und in den Bing Webmaster Tools einreichen. Noch am selben Tag, und für die wichtigsten Seiten zusätzlich über die URL-Prüfung die Aufnahme bei Google beantragen. Bing zählt, weil ChatGPT seine Suchanfragen unter anderem an Microsoft Bing schickt.
  6. Messung prüfen. Funktionieren Statistik und Anfrageformular auf der neuen Seite? Wer das erst nach zwei Wochen merkt, hat zwei Wochen ohne Vergleichswerte.
  7. Die alte Seite noch nicht löschen. Zusätzlich zur Sicherung aus Teil 1 bleibt sie ein paar Wochen beim alten Anbieter erreichbar. Geht etwas schief, ist der Weg zurück damit nur ein paar Klicks entfernt.

Woran erkennst du in den ersten Wochen, dass beim Umzug nichts verloren ging?

Ob beim Relaunch etwas verloren ging, erkennst du am Vergleich gleich langer Zeiträume vor und nach dem Umzug, nicht am Blick auf einzelne Tage. Einzelne Tage schwanken immer, das kündigt Google in seiner Anleitung zum Website-Umzug an. Belastbar wird der Vergleich erst mit zwei Gegenproben: einmal ohne die Suchen nach dem Firmennamen, einmal ohne Seiten, an denen in der Zeit sonst noch gearbeitet wurde. SEOGEO Performance hat den Relaunch aus dem Beispiel oben (19. August 2026, +49 % Klicks) so ausgewertet: Das Plus blieb bei beiden Gegenproben stehen, 55 % ohne Firmennamen, 48 % ohne den in dieser Zeit überarbeiteten Kosten-Artikel. Wie lange es grundsätzlich dauert, bis SEO-Maßnahmen wirken, steht in meinem Artikel darüber, wie lange SEO dauert. Hier geht es nur um die Kontrolle nach dem Umzug.

Drei Prüfungen reichen für die ersten Wochen:

  • Laufen alle alten Adressen noch? Die Liste aus Teil 1 nach einer Woche erneut durchtesten und in der Search Console unter „Seiten“ auf neue Fehlerseiten achten.
  • Stimmt der Vergleich? Gleich lange Zeiträume nehmen, etwa sieben Wochen vor und nach dem Umzug, und beide Gegenproben machen.
  • Wo steht welche Seite? Die wichtigsten Seiten einzeln vergleichen. Steigt die Gesamtzahl, fällt aber eine wichtige Leistungsseite ab, ist dort beim Umzug etwas schiefgegangen.

Wovon ich dir klar abrate: nach drei Tagen in Panik alles zurückbauen. Wer in der ersten Woche hektisch umbaut, verwischt die Spuren, an denen er später erkennt, was gewirkt hat.

Was treibt die Website-Relaunch-Kosten nach oben?

Die Website-Relaunch-Kosten hängen weniger am Design als an dem, was die alte Seite mitbringt. Beim Relaunch kommen Posten dazu, die es bei einem Neubau auf der grünen Wiese nicht gibt. Der größte ist die Zahl der alten Adressen: 15 Adressen sind ein Nachmittag, 400 sind ein Projekt. Dazu kommen Altlasten der alten Plattform, die Entscheidung zwischen Übernehmen und Neuschreiben der Texte, alles, was an der Domain hängt, und die Messung danach. Deshalb gibt es für einen Relaunch selten einen Preis von der Stange: Ich kalkuliere einen Festpreis, nachdem ich mir die alte Seite angesehen habe. Was eine Website grundsätzlich kostet und ab wann sie sich rechnet, steht in meinem Artikel darüber, was eine Website kostet.

  • Die Zahl der alten Adressen. Jede braucht ein Ziel.
  • Altlasten der alten Plattform. Baukästen erzeugen oft Schlagwort-Seiten, doppelte Blog-Adressen und Sprachversionen, die erst gefunden werden müssen.
  • Übernehmen oder neu schreiben. Texte auf die Search-Console-Daten auszurichten, kostet mehr als bloßes Umziehen, und genau dort liegt der Gewinn.
  • Alles, was an der Domain hängt. E-Mail, Telefonie, Geräteverwaltung: Je mehr daran hängt, desto sorgfältiger die Vorbereitung.
  • Die Messung danach. Ein Relaunch ohne Vorher-Werte und Kontrolle ist günstiger, bis etwas schiefgeht und niemand es merkt.

Wann lohnt es sich, den Relaunch nicht allein zu stemmen?

Hilfe beim Relaunch lohnt sich, sobald deine Seite heute schon Anfragen über Google bringt, du die Plattform wechselst oder den Umzug für neue Struktur und neue Texte nutzen willst. Dann geht es um echtes Geld, und die Suche nach allen alten Adressen braucht Erfahrung. In unserem Beispiel fand SEOGEO Performance allein 17 Schlagwort-Seiten, die in keiner Sitemap und in keinem Search-Console-Bericht standen. Allein stemmen lohnt sich, solange deine Website klein ist, kaum Klicks aus der Google-Suche bekommt und an der Domain nichts Wichtiges hängt. Dann ist das Risiko gering, und mit dieser Checkliste kommst du weit. Die drei Fälle, in denen sich Hilfe lohnt:

  • Deine Seite bringt heute schon Anfragen über Google. Ein übersehener Fehler zeigt sich dann erst Wochen später in fehlenden Anfragen.
  • Du wechselst die Plattform, zum Beispiel weg vom Baukasten. Dann ändern sich die Adressen, und jede alte braucht ein Ziel.
  • Du willst den Relaunch nutzen, nicht nur überstehen. Neue Struktur, Texte nach Search-Console-Daten, KI-Lesbarkeit: Das ist die Arbeit, die aus einem Umzug einen Sprung macht.

Bei SEOGEO Performance bekommst du den Website-Relaunch zum Festpreis als ein Paket: Bestandsaufnahme, Weiterleitungsplan, neue Texte auf Basis deiner Daten, den Umzug selbst und die Kontrolle danach. Vor jedem Relaunch sichere ich die alte Website vollständig, im Notfall gibt es also immer einen Weg zurück. Der erste Schritt ist eine kostenlose Analyse deiner jetzigen Seite. Danach weißt du, was du beim Umzug auf keinen Fall verlieren darfst und was du gewinnen kannst.

Häufige Fragen zum Website-Relaunch

Was ist der Unterschied zwischen einem Relaunch und einem Redesign?

Ein Redesign ändert vor allem das Aussehen einer Website, Inhalte, Adressen und Technik bleiben weitgehend gleich. Ein Relaunch baut die Website neu auf: oft mit neuer Struktur, neuen Texten und manchmal einer neuen Technik. Deshalb ändern sich beim Relaunch meist auch Adressen, und deshalb braucht er einen Weiterleitungsplan.

Was gehört auf eine Website-Relaunch-Checkliste?

Auf eine Website-Relaunch-Checkliste gehören drei Teile: die Bestandsaufnahme vorher (alle alten Adressen, Vorher-Werte aus der Search Console, Einträge an der Domain), der Umzugstag (Sperre entfernen, Weiterleitungen testen, Sitemap einreichen) und die Kontrolle danach (gleich lange Zeiträume vergleichen, Fehlerseiten prüfen).

Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Rankings?

Nicht zwangsläufig. Google kündigt vorübergehende Schwankungen an, wenn sich eine Website wesentlich ändert. Wer alle alten Adressen einzeln weiterleitet und die Domain behält, verliert in der Regel wenig. Beim Relaunch von Kaam-in gab es laut Auswertung von SEOGEO Performance aus der Google Search Console keinen Einbruch: Die Klicks aus der Google-Suche lagen in den sieben Wochen danach um 49 % höher als vorher.

Sollte ich beim Relaunch die Domain wechseln?

Nur wenn es einen guten Grund gibt, etwa einen neuen Firmennamen. Ein Domainwechsel ist der riskanteste Teil eines Umzugs. Eine Auswertung von 892 Domainwechseln im Search Engine Journal (2025) ergab im Schnitt 523 Tage, bis die alten Besucherzahlen aus der Suche wieder erreicht waren. Wenn die Domain gewechselt werden muss, sollte das ein eigener Schritt sein und nicht zusammen mit neuem Design und neuer Technik passieren.

Wie viel kostet ein Website-Relaunch?

Das hängt vor allem davon ab, was die alte Seite mitbringt: wie viele Adressen weitergeleitet werden müssen, ob Texte nur übernommen oder neu geschrieben werden und was an der Domain hängt. Einen seriösen Preis gibt es deshalb erst nach einem Blick auf die alte Seite. Bei SEOGEO Performance ist das ein Festpreis nach kostenloser Analyse.

Was passiert beim Relaunch mit meinen Nennungen in ChatGPT?

Solange KI-Systeme deine Seite auch weiterhin lesen dürfen und deine Inhalte erhalten bleiben, gibt es keinen Grund, warum deine Nennungen verschwinden sollten. Prüfe vor dem Umzug, bei welchen Fragen ChatGPT oder Perplexity dich nennen, und wiederhole die Prüfung einige Wochen danach. Reiche die neue Sitemap auch in den Bing Webmaster Tools ein, denn ChatGPT schickt seine Suchanfragen laut OpenAI unter anderem an Microsoft, den Betreiber von Bing. Achte beim neuen Anbieter darauf, dass KI-Crawler nicht automatisch blockiert werden.

Fazit

Ein Relaunch ist kein Risiko, das du irgendwie überstehen musst. Er ist die eine Gelegenheit, viele Fehler auf einmal zu beheben, und wer ihn nur als Schadensbegrenzung plant, verschenkt den eigentlichen Gewinn. Das Risiko bekommst du mit der Website-Relaunch-Checkliste in den Griff: alle Adressen sammeln, jede einzeln weiterleiten, Domain behalten, vorher messen und hinterher ehrlich vergleichen.

Den Gewinn holst du dir, wenn du den Umzug nutzt, statt ihn nur abzusichern. Wenn du wissen willst, was in deiner jetzigen Seite steckt und was du beim Umzug nicht verlieren darfst, damit die Anfragen über Google weiterlaufen, fordere die kostenlose Analyse deiner jetzigen Seite an.

Autor: Adrian Dula, Gründer und Inhaber von SEOGEO Performance, einer Agentur für SEO, GEO und Webdesign aus dem Bergischen Land. Er begleitet kleine Unternehmen und Mittelständler aus der Region und deutschlandweit bei SEO, GEO und Website-Relaunches.

Adrian Dula

Adrian Dula

Gründer von SEOGEO Performance. Spezialisiert auf SEO, GEO und Webdesign für kleine Unternehmen und Mittelständler. Aus dem Bergischen Land, tätig in der Region und deutschlandweit. Klartext statt leerer Versprechen, fester Ansprechpartner statt Ticketsystem.

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