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Google Unternehmensprofil optimieren: was du wo einträgst

Vier Felder in deinem Profil entscheiden mit, in welcher Gruppe von Anbietern Google dich überhaupt einsortiert. Dieser Artikel geht sie einzeln durch und sagt bei jedem, was hineingehört und woran du erkennst, ob deine Eingabe die richtige war.

Google-Unternehmensprofil in der Verwaltungsansicht „Mein Unternehmen bei Google“, die Schaltflächen Profil bearbeiten und Dienstleistungen sind grün hervorgehoben

Du sitzt im Profil-Dashboard, das Feld „Kategorie" ist offen und Google schlägt dir dreißig Möglichkeiten vor. „Unternehmensberater", „Berater", „Unternehmensberatungsdienst". Drei davon passen irgendwie. Welche nimmst du?

An dieser Stelle steht in jeder Anleitung „wähle die passende Kategorie" und dann kommt der nächste Punkt. Dieser Artikel bleibt an genau dieser Stelle stehen und sagt dir, wie du entscheidest. Für jedes Feld, das etwas bewegt.

Das Wichtigste in Kürze

Die Kurzantwort vorab: Beim Google Unternehmensprofil optimieren zählen vier Felder wirklich: die Primärkategorie, die einzeln eingetragenen Dienstleistungen, die ersten 250 Zeichen der Beschreibung und das Einzugsgebiet. Alles andere ist Pflege. Wichtig, aber es verschiebt keine Position.

Wenn du wissen willst, warum dein Profil nicht oben steht, also wie Google überhaupt entscheidet, wer im Kartenkasten erscheint: Das erklärt der Artikel Google Maps Ranking verbessern. Hier geht es um die Bedienung, nicht um die Mechanik.

Google Unternehmensprofil optimieren: welche Felder bewegen wirklich etwas?

Vier Felder bewegen deine Position bei der normalen Suche nach deiner Leistung: Primärkategorie, Dienstleistungseinträge, die ersten 250 Zeichen der Unternehmensbeschreibung und das Einzugsgebiet. Der Rest des Profils ist Pflege. Eine Ausnahme gibt es und die kommt weiter unten: Bei Suchen mit Zeitbezug entscheiden auch die Öffnungszeiten mit.

Das lässt sich schnell erklären: Google gleicht ab, was jemand sucht, mit dem, was in deinem Profil als Text steht. Kategorie und Dienstleistungen sind die Felder, die Google direkt als „das macht dieser Betrieb" liest. Öffnungszeiten, Attribute und Fotos beantworten dagegen die Frage „soll ich da hingehen" und wirken damit auf die Entscheidung, nicht auf die Platzierung.

Die drei Faktoren dahinter (Relevanz, Entfernung, Bekanntheit) und wie sie zusammenspielen, stehen ausführlich im Artikel zum Maps-Ranking. Hier reicht: Kategorie und Dienstleistungen zahlen auf Relevanz ein, das Einzugsgebiet auf Entfernung.

Und was ist mit Bewertungen? Die gehören nicht in diese vier. Sie wirken, aber nicht als Mengenspiel: Ein Profil mit weniger Bewertungen kann vor einem mit deutlich mehr stehen. Warum das so ist und was Google dabei tatsächlich gewichtet, steht im Maps-Artikel. Für dich heißt es hier nur: Fang bei den vier Feldern an, nicht bei der Bewertungsjagd.

Google My Business optimieren: wo die Felder heute liegen

Du brauchst kein eigenes Dashboard und keine App: Der Weg über die Leiste „Mein Unternehmen bei Google" ist im Artikel zum Maps-Ranking beschrieben. Interessant ist hier, was hinter welcher Schaltfläche liegt, denn genau daran scheitern die meisten Profile.

Verwaltungsleiste Mein Unternehmen bei Google mit den Schaltflaechen Profil bearbeiten, Rezensionen, Fotos, Beitraege, Leistung, Werben, Produkte und Dienstleistungen bearbeiten
Diese Leiste sieht nur der Inhaber. Über sie kommst du an jedes Feld, über das dieser Artikel spricht. Screenshot von SEOGEO Performance, 18.08.2026.

Von dort kommst du an alles, worum es hier geht:

  • Profil bearbeiten führt zu Kategorie, Beschreibung, Adresse und Einzugsgebiet
  • Dienstleistungen bearbeiten ist ein eigener Punkt, deshalb übersieht man ihn leicht
  • Produkte, Fotos, Beiträge und Buchungen liegen daneben
  • Leistung zeigt die Zahlen, also ob sich deine Arbeit bewegt hat

Oben rechts steht außerdem eine Profilstärke-Anzeige. Sie ist kein Ranking-Wert, sondern eine Vollständigkeitsanzeige: Google sagt dir damit, welche Felder noch leer sind. Als Startpunkt taugt sie, als Ziel nicht. Ein zu hundert Prozent ausgefülltes Profil mit falscher Kategorie steht hinter einem halb ausgefüllten mit der richtigen.

Primärkategorie: wie wählst du aus dreißig Vorschlägen den richtigen?

Nimm die spezifischere Kategorie, sofern sie dein Kerngeschäft trifft. Die Primärkategorie ist das stärkste Einzelfeld im Profil. Du kannst sie in fünf Minuten ändern und sie legt fest, in welcher Gruppe von Anbietern du überhaupt mitspielst.

Das Problem ist nicht, dass Leute keine Kategorie setzen. Das Problem ist, dass sie die breiteste setzen, weil die nach der sichersten Wahl klingt. Tatsächlich ist sie die teuerste: Google ordnet dich damit einem Feld zu, in dem deine eigentliche Leistung nur eine von vielen ist.

So findest du die richtige, in drei Schritten:

  1. Tippe deine wichtigste Suchanfrage bei Google ein und sieh dir die drei Betriebe im Kartenkasten an. Unter jedem Namen steht die Kategorie, die dieser Betrieb führt. Das ist die Antwort auf die Frage, welche Kategorie Google für diese Suche als passend ansieht.
  2. Vergleiche diese Kategorien mit deiner eigenen Primärkategorie. Steht dort etwas anderes als bei dir, ist das kein Zufall.
  3. Nimm die spezifischere Variante, wenn sie dein Kerngeschäft trifft. Zwischen „Steuerberater" und „Steuerberater für Freiberufler" gewinnt das Spezifischere, sofern Freiberufler wirklich deine Kunden sind. Ist es nur ein Nebengeschäft, nimm die allgemeine Kategorie und trag das Spezielle als Dienstleistung ein.

Nebenkategorien: Bis zu neun sind möglich. Drei bis fünf echte Tätigkeitsfelder schlagen neun Oberbegriffe. Jede Nebenkategorie, die nur halb stimmt, verwässert das Signal.

Ein Beispiel, das genau das zeigt. SEOGEO Performance hat am 18. August 2026 im privaten Fenster nach psychologischer Beratung in Lindlar gesucht. Der Kartenkasten zeigte drei Profile:

Google Kartenkasten für die Ortssuche nach psychologischer Beratung in Lindlar, drei Profile mit Kategorie und Bewertungen
Ortssuche nach psychologischer Beratung in Lindlar. Platz 2 sitzt als einziger nicht in Lindlar und ist der einzige mit der Kategorie Psychologischer Berater. Namen und Adressen der beiden unbeteiligten Praxen geschwärzt. Eigene Messung von SEOGEO Performance, 18.08.2026, privates Fenster, Messort Bergisches Land.

Auf Platz 1 und 3 stehen zwei Praxen mit Sitz in Lindlar, beide mit der Kategorie „Psychotherapeut/in". Dazwischen, auf Platz 2, ein Profil aus Overath, also gar nicht aus Lindlar. Seine Kategorie: „Psychologischer Berater". Genau der Begriff, nach dem gesucht wurde.

Offengelegt, weil es dazugehört: Das Profil auf Platz 2 ist ein Mandat von uns. Ich zeige es trotzdem, weil ich den Fall kenne und weiß, woran die Position hängt. Nachmessen kannst du es selbst, die Suchanfrage steht oben.

Bei einer Ortssuche gibt normalerweise die Nähe den Ausschlag. Hier gleicht die exakt passende Kategorie einen Standortnachteil aus. Das ist der Grund, warum dieses Feld an erster Stelle steht.

Zwei Dinge gehören dazu, sonst zieht man den falschen Schluss. Die Kategorie ersetzt die Nähe nicht, sie gleicht sie in diesem Fall aus, bei doppelter Entfernung sähe das anders aus. Und jeder sieht ein anderes Ergebnis: Der Kartenkasten wird für jeden Standort neu berechnet. Mach den Test deshalb selbst, er dauert zwei Minuten: Such nach deiner wichtigsten Leistung mit deinem Ort, sieh dir die drei Profile an und vergleiche ihre Kategorien mit deiner.

Was gehört in das Dienstleistungs-Feld deines Profils?

Im Bereich „Dienstleistungen" trägst du deine Angebote einzeln ein, jedes mit Namen und einer Beschreibung von bis zu 300 Zeichen. Google liest diese Namen mit. Es ist das am stärksten unterschätzte Feld im ganzen Profil, weil es Arbeit macht und niemand die Arbeit sieht.

Was reingehört:

  • Als Namen die Begriffe, nach denen Leute suchen, nicht deine internen Bezeichnungen. „SEO-Beratung für kleine Unternehmen und Mittelständler" statt „Beratungspaket Basis".
  • Eine Beschreibung pro Dienstleistung, in ganzen Sätzen. Was ist es, für wen, was hat der Kunde davon. Die 300 Zeichen musst du nicht ausreizen, aber zwei bis drei Sätze sollten es sein.
  • Lieber acht saubere Einträge als dreißig Varianten desselben Angebots. Wer „Dachdecker Köln", „Dachdecker Köln günstig" und „Dachdecker Köln Preise" einträgt, betreibt Keyword-Stuffing im Profil.

Der Unterschied zwischen präziser Beschreibung und Stuffing ist einfach zu prüfen: Lies den Eintrag laut vor. Klingt er wie ein Satz, den du einem Kunden am Telefon sagen würdest, ist er richtig. Klingt er wie eine Aufzählung von Suchbegriffen, ist er falsch.

Du willst wissen, was in deinem Profil gerade fehlt? Kostenlose Analyse anfordern

Wie lang darf die Unternehmensbeschreibung sein, und was gehört nach vorn?

Die Unternehmensbeschreibung im Google Unternehmensprofil fasst 750 Zeichen. Sichtbar sind ohne Klick auf „mehr" nur die ersten rund 250. Die meisten Betriebe verschenken genau diesen Teil an eine Einleitung.

Was in die ersten 250 Zeichen gehört: was du machst, für wen und wo. In dieser Reihenfolge, in ganzen Sätzen.

Was dort nicht hingehört: „Seit 1998 stehen wir für Qualität und Zuverlässigkeit." Das sagen alle, es beantwortet keine Frage und es verbraucht ein Drittel des sichtbaren Feldes.

Die restlichen 500 Zeichen sind für alle, die aufklappen. Dort gehören konkrete Leistungen hin, dein Einzugsgebiet und, falls vorhanden, was dich von den anderen drei im Kartenkasten unterscheidet.

Noch ein technischer Punkt, der oft fehlt: Name, Adresse und Telefonnummer müssen im Profil zeichengenau so stehen wie auf deiner Website und in den Verzeichnissen. Nicht fast gleich. Gleich. Ein fehlender Zusatz wie „GmbH", eine Telefonnummer einmal mit und einmal ohne Ländervorwahl: für dich derselbe Betrieb, für einen maschinellen Abgleich zwei verschiedene Angaben. Warum das ein Ranking-Signal ist, steht im Maps-Artikel; hier zählt nur: einmal alles nebeneinanderlegen und angleichen.

Was das Einzugsgebiet kann und was nicht

Das Einzugsgebiet ist kein Ranking-Hebel. Genau das verspricht fast jede Anleitung im Markt, und es stimmt nicht. Wie du das Feld überhaupt einrichtest und warum die Entfernung ohne Ladenlokal gegen dich arbeitet, steht im Artikel zum Maps-Ranking (Google: Einzugsgebiete verwalten). Hier geht es um das, was dort nicht steht: was dieses Feld leistet und was eben nicht.

Das Einzugsgebiet verschiebt deine Position nicht. Es ist verlockend zu glauben, man trage einfach die Nachbarstadt ein und erscheine dort weiter oben. So funktioniert es nicht. Nach allem, was sich prüfen lässt, rechnet Google die Entfernung weiterhin von der Adresse, die du bei der Bestätigung deines Profils angegeben hast, auch wenn diese Adresse für Besucher unsichtbar ist. Google selbst schreibt zum Einzugsgebiet nur einen einzigen Satz zur Sichtbarkeit: es helfe Leuten, dein Profil zu finden. Von Ranking ist dort keine Rede.

Was das Einzugsgebiet dann überhaupt tut:

  • Es blendet deine Adresse aus. Wer von zu Hause arbeitet, will die Privatadresse nicht im Netz haben und Google verlangt in diesem Fall ausdrücklich, sie zu entfernen statt stehen zu lassen.
  • Es beantwortet die Frage „kommt der überhaupt zu mir", bevor jemand anruft. Das spart Fehlanfragen auf beiden Seiten.
  • Es hält dein Profil regelkonform. Ein Betrieb ohne Laufkundschaft, der eine Adresse stehen lässt, an der niemand empfangen wird, riskiert eine Sperrung.

Und was daraus praktisch folgt, das ist der Teil, den kaum jemand ausspricht:

Wenn du in einer Stadt sichtbar sein willst, in der du nicht sitzt, holst du das über das Einzugsgebiet nicht herein. Dafür brauchst du andere Hebel: eine eigene Seite auf deiner Website für diesen Ort, mit echten Projekten von dort und Erwähnungen aus der Region. Das ist Arbeit, keine Einstellung im Dashboard.

Die einzige Entscheidung mit echtem Hebel triffst du deshalb vorher: bei welcher Adresse du dein Profil bestätigst. Wer die Wahl hat zwischen zwei Standorten, sollte den nehmen, der näher an der Nachfrage liegt. Danach lässt sich das nur noch schwer korrigieren.

Trag das Gebiet trotzdem sauber ein, in den Orten, in denen du wirklich arbeitest. Nicht „ganz Nordrhein-Westfalen": Ein Gebiet, das offensichtlich zu groß ist, hilft niemandem bei der Entscheidung und wirkt unglaubwürdig.

Dein Profil ist gesperrt: wie kommst du wieder rein?

Erst die Ursache beheben, dann Einspruch einlegen, in dieser Reihenfolge. Eine Sperrung trifft dich ohne Vorwarnung. Von einem Tag auf den anderen ist das Profil weg, im Kartenkasten steht ein Wettbewerber an deiner Stelle, und die Bewertungen von Jahren sind nicht mehr sichtbar. Das ist kein Ranking-Problem mehr, das ist ein Betriebsausfall.

Der Weg zurück in vier Schritten, in dieser Reihenfolge:

  1. Erst die Ursache beheben, dann Einspruch einlegen. Das ist die Reihenfolge, an der die meisten Einsprüche scheitern. Google prüft den Zustand des Profils zum Zeitpunkt der Prüfung, nicht deine Absicht. Ein Einspruch mit unveränderter Ursache läuft ins Leere und kostet dich zusätzlich Zeit, weil du danach wieder in der Schlange stehst.
  2. Belege zusammenlegen, bevor du das Formular öffnest. Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug, ein Impressum mit derselben Adresse, und wenn vorhanden ein Foto der Beschilderung am Gebäude. Alles mit demselben Firmennamen und derselben Adresse, die im Profil steht. Weicht eine Angabe ab, ist das schon der nächste Ablehnungsgrund.
  3. Den Einspruch über das offizielle Formular stellen (Google: gesperrte und deaktivierte Profile beheben), nicht über eine Antwort auf die Sperr-Mail. Sachlich schildern, was war und was du geändert hast. Keine Beschwerde, keine Vermutungen über Wettbewerber.
  4. Danach nichts mehr anfassen. Änderungen am Profil während der laufenden Prüfung setzen den Vorgang zurück. Das ist der zweithäufigste Grund, warum ein Einspruch sich über Wochen zieht.

Die drei Ursachen, die praktisch alle Sperrungen erklären: ein Suchbegriff, der nachträglich in den Firmennamen geschrieben wurde; gekaufte oder getauschte Bewertungen; eine Adresse, an der niemand arbeitet. Google nennt sie in den Richtlinien zur Darstellung deines Unternehmens, und was dahintersteckt, steht ausführlich im Artikel zum Maps-Ranking. Für den Einspruch zählt nur eins: Prüf zuerst, welcher der drei Punkte auf dich zutrifft, und korrigier ihn, bevor du das Formular abschickst.

Und der unangenehme Teil vorweg: Es gibt keine Frist, innerhalb derer Google antworten muss. Berichte aus der Praxis reichen von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Deshalb ist die Reihenfolge oben keine Empfehlung, sondern der einzige Hebel, den du hast, um nicht zweimal zu warten.

Hast du versehentlich zwei Profile?

Such einmal nach deinem eigenen Firmennamen und schau, ob mehr als ein Eintrag auftaucht. Doppelte Profile entstehen fast nie mit Absicht: Der Vorgänger hat vor Jahren eins angelegt, das niemand mehr kennt. Beim Umzug kam ein neues dazu, das alte blieb stehen. Oder Google hat selbst eins erzeugt, weil der Betrieb in einem Verzeichnis stand, und der Inhaber legt später ein zweites an, weil er das erste nicht findet.

Teuer wird es, weil sich alles aufteilt. Ein Kunde bewertet den einen Eintrag, der nächste den anderen. Am Ende stehen dort acht und sechs Bewertungen statt einmal vierzehn, und Google sieht zwei mittelmäßige Betriebe statt eines starken. Gepflegt wird meistens nur einer, im anderen stehen jahrealte Öffnungszeiten.

Findest du einen zweiten Eintrag, meldest du ihn bei Google als Dublette. Die beiden werden zusammengeführt, die Bewertungen wandern auf den verbleibenden Eintrag. Das ist kein Ranking-Trick, sondern Aufräumen, und der einzige Fall, in dem du Bewertungen gewinnst, ohne einen einzigen Kunden zu fragen.

Was habe ich in fünf echten Profil-Checks gefunden?

Kein einziger der fünf Fälle scheiterte an einer Feinheit. Ich sehe mir regelmäßig fremde Profile an, wenn ich eine kostenlose Analyse erstelle. Mal fordert jemand sie an, mal schreibe ich selbst einen Betrieb an, weil mir beim Draufschauen etwas aufgefallen ist. Fünf davon hat SEOGEO Performance zwischen Juli und August 2026 im Detail dokumentiert, hier ohne Namen und ohne erkennbare Details. Drei davon erzähle ich, weil sie zusammen das Muster zeigen.

Was ich erwartet hatte: schlecht gewählte Kategorien. Was ich tatsächlich gefunden habe, war etwas anderes.

Der auffälligste Fall war ein Profil, das seinem Inhaber gar nicht gehörte. Eine Einzelpraxis hatte über Jahre eine zweistellige Zahl echter Bewertungen mit einem Schnitt über 4,5 Sternen gesammelt, von echten Kunden. Google bot auf dieser Seite öffentlich „Als Inhaber eintragen" an. Diese Schaltfläche zeigt Google bei Profilen, die niemandem zugeordnet sind, ein starkes Indiz dafür, dass der Betrieb selbst nie Zugriff hatte. Die Praxis konnte also nichts steuern: keine Öffnungszeiten, keine Leistungen, keine Fotos, keine Antwort auf eine einzige Bewertung und die Kategorie hatte Google selbst gesetzt.

Das ist der Punkt, den keine Anleitung behandelt, weil alle bei „Schritt 1: Melde dich in deinem Profil an" beginnen. Das wertvollste Kapital dieser Praxis, dutzende Empfehlungen von Menschen, die dort waren, lag jahrelang brach. Nicht wegen einer falschen Kategorie. Weil niemand den Bestätigungsprozess durchlaufen hatte.

Beim zweiten Fall, ebenfalls eine Tierarztpraxis, war das Profil beansprucht und gepflegt, aber das Feld „Dienstleistungen" komplett leer. Bei einem Beratungsunternehmen stand die breitest mögliche Kategorie im Profil, bei einer einstelligen Zahl von Bewertungen.

Was diese Fälle gemeinsam haben: Kein einziger scheiterte an einer Feinheit. Alle scheiterten an einem Feld, das leer war oder an einem Schritt, der nie gemacht wurde. Bevor du irgendetwas optimierst, prüf deshalb das Naheliegende: Gehört dir das Profil überhaupt? Steht in jedem der vier Ranking-Felder etwas drin?

Für so eine Durchsicht brauche ich pro Profil etwa zwanzig Minuten. Das Durchsehen ist der schnelle Teil. Das Nachziehen der Felder und das Warten auf die Wirkung dauert länger. Wenn du dir den ersten Teil sparen willst: Kostenlose Analyse anfordern

Welche Felder bringen keine Position, aber Anfragen?

Die vier Felder oben entscheiden über die Platzierung. Die folgenden entscheiden darüber, ob jemand, der dich schon sieht, auch anruft. Das ist ein Unterschied, den kaum eine Anleitung macht und er bestimmt, wo du deine Zeit investierst.

Öffnungszeiten, inklusive der besonderen. Ein Profil, das „Geschlossen" anzeigt, obwohl geöffnet ist, kostet die Anfrage sofort. Feiertage und Betriebsferien trägst du als Sonderöffnungszeiten ein, nicht als Beitrag. Google fragt aktiv danach, wenn ein Feiertag ansteht und wer das ignoriert, steht an dem Tag als geschlossen da.

Hier ist die Ausnahme, die oben angekündigt war. Bei Suchen mit Zeitbezug sind Öffnungszeiten sehr wohl ein Positionsfaktor. Wer „tierarzt jetzt geöffnet" oder „heute geöffnet" sucht, bekommt von Google eine gefilterte Auswahl. Wer zu diesem Zeitpunkt als geschlossen im Profil steht, ist nicht auf Platz vier, sondern gar nicht dabei. SEOGEO Performance hat das für eine Branche durchgerechnet: In der Tiermedizin laufen rund 36.900 Suchen im Monat über solche Zeit-Filter, also über Wörter wie „notdienst“, „jetzt geöffnet“ oder „am Wochenende“ (bundesweite Suchvolumina, erhoben über DataForSEO im August 2026). Reine Nähe-Suchen wie „tierklinik in der nähe“ sind darin bewusst nicht enthalten, obwohl sie den Wert auf 46.800 heben würden. Für dich heißt das ganz praktisch: An einem Tag, an dem deine Öffnungszeit falsch hinterlegt ist, bist du bei diesen Suchen nicht auf Platz vier. Du bist gar nicht dabei. Falsche Öffnungszeiten kosten dort keine Plätze, sondern die gesamte Sichtbarkeit für diese Suchen.

Attribute und Serviceoptionen. Barrierefreier Zugang, Termin erforderlich, Onlinetermine, Parkplätze, Bezahlarten. Diese Angaben erscheinen direkt im Profil und beantworten stille Fragen, die sonst zum Absprung führen. Bei „Termin erforderlich" verhinderst du außerdem Laufkundschaft, die dann vor verschlossener Tür steht und eine schlechte Bewertung hinterlässt.

Produkte. Trotz des Namens ist das Feld auch für Dienstleister nutzbar: Pakete, Leistungen mit Preisrahmen, wiederkehrende Angebote. Wer Festpreise hat, kann sie hier zeigen. Das filtert Anfragen vor und spart beiden Seiten das Gespräch, das ohnehin am Budget scheitert.

Beiträge. Kurze Einträge zu Neuigkeiten, Angeboten oder Terminen. Sie halten das Profil sichtbar aktiv. Als Ranking-Hebel würde ich sie nicht verkaufen, denn Google nennt Aktivität nirgends als Faktor. Als Lebenszeichen für den Menschen, der auf dein Profil schaut, wirken sie.

Fragen und Antworten. Der Bereich, den fast alle übersehen: Jeder kann dort eine Frage stellen und jeder kann sie beantworten. Auch Leute, die nicht bei dir waren. Stell die drei Fragen, die dir am häufigsten gestellt werden, selbst ein und beantworte sie. Sonst tut es irgendwann jemand anderes und dann steht dort dessen Antwort.

Was steckt hinter der 42-Prozent-Zahl?

Die 42 Prozent bezogen sich nie auf Klicks, sondern auf Routenanfragen. In fast jeder Anleitung steht: „Profile mit Fotos bekommen 42 Prozent mehr Klicks." Ich habe der Zahl nachgesehen, weil sie überall auftaucht und nirgends eine Quelle danebensteht.

Zwei Dinge stimmen daran nicht. Erstens ging es nie um Klicks, sondern um Routenanfragen, also darum, wie oft sich jemand den Weg berechnen lässt. Für Klicks auf die Website nannte dieselbe Quelle 35 Prozent. Zweitens stammt die Zahl ursprünglich von Google selbst, aus einer eigenen Hilfeseite, die es inzwischen nicht mehr gibt. Sie kursiert also seit Jahren weiter, während ihre Quelle verschwunden ist und niemand mehr nachsehen kann, wie sie zustande kam.

Was sich daraus mitnehmen lässt, ist weniger die Zahl als der Umgang damit: Wenn eine Statistik in fünfzig Artikeln steht und in keinem eine nachprüfbare Quelle, ist sie kein Argument. Das gilt für diese Zahl und für die meisten anderen, die dir zu diesem Thema begegnen.

Was sich ohne Statistik sagen lässt: Ein Profil ohne ein einziges Foto wirkt auf Menschen wie ein geschlossener Laden. Lade echte Bilder hoch, deine Räume, deine Arbeit, dein Team und ergänze etwa einmal im Monat eines. Stockfotos erkennt jeder und sie erzeugen genau das Misstrauen, das sie verhindern sollen.

Ob dein Ranking davon steigt, weiß ich nicht und wer es behauptet, weiß es auch nicht. Dass leere Profile Anfragen kosten, sehe ich in jedem Profil-Check.

FAQ: Google Unternehmensprofil optimieren

Was ist der Unterschied zwischen Google My Business und Google Unternehmensprofil?

Google My Business ist der alte Name. Seit 2022 heißt das Produkt Google Unternehmensprofil, auf Englisch Google Business Profile. Die Funktionen sind dieselben, nur die Menüführung hat sich geändert. Wer nach „google my business optimieren" sucht, meint dasselbe Produkt.

Wie viele Dienstleistungen soll ich eintragen?

So viele, wie du wirklich anbietest, jede genau einmal. Acht saubere Einträge mit eigener Beschreibung wirken stärker als dreißig Varianten desselben Angebots. Mehrfachvarianten mit ausgetauschten Suchbegriffen sind Keyword-Stuffing im Profil.

Wie lang darf die Unternehmensbeschreibung sein?

750 Zeichen insgesamt, davon sind ohne Klick auf „mehr" nur die ersten rund 250 sichtbar. Schreib in diese ersten Zeichen, was du machst, für wen und wo. Firmengeschichte und allgemeine Qualitätsversprechen gehören, wenn überhaupt, in den hinteren Teil.

Verbessert das Einzugsgebiet meine Position in der Nachbarstadt?

Nein. Das Gebiet verschiebt deine Position nicht, es deckt nur die Orte ab, in denen du tatsächlich arbeitest. Google rechnet die Entfernung weiterhin von der Adresse, mit der du dein Profil bestätigt hast, auch wenn sie ausgeblendet ist. Das Gebiet beantwortet Kunden die Frage, ob du zu ihnen kommst. Ob ein Profil ohne Ladenlokal überhaupt zulässig ist und welche Vorgaben Google dafür macht, klärt der Maps-Artikel.

Darf ich Keywords in meinen Firmennamen schreiben?

Nein. Eingetragen wird der Name, unter dem der Betrieb tatsächlich firmiert. Enthält dieser Name ohnehin beschreibende Begriffe, ist das kein Problem. Etwas nachträglich anzuhängen verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen, ohne Vorwarnung.

Was mache ich, wenn mein Profil gesperrt wurde?

Erst die Ursache suchen, dann Einspruch einlegen. Die häufigsten Gründe sind Keywords im Firmennamen, eine Adresse, an der nicht gearbeitet wird und auffällige Bewertungsmuster. Für den Einspruch brauchst du einen Existenznachweis des Betriebs, etwa Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug und ein Impressum mit derselben Adresse.

Welche Reihenfolge ist beim Ausfüllen sinnvoll?

Erst Primärkategorie, dann Dienstleistungen, dann die ersten 250 Zeichen der Beschreibung, zuletzt das Einzugsgebiet. Grund ist die Abhängigkeit: Die Kategorie bestimmt, welche Dienstleistungsvorschläge Google dir überhaupt anbietet und die Beschreibung schreibt sich leichter, wenn die Leistungen schon benannt sind. Wie lange es dauert, bis sich davon etwas im Ranking zeigt, steht im Maps-Artikel.

Google Unternehmensprofil optimieren: dein Nachmittag, vier Felder

In dieser Reihenfolge:

  1. Primärkategorie mit den drei Betrieben vergleichen, die für deine wichtigste Suchanfrage im Kartenkasten stehen. Abweichung ist ein Befund.
  2. Dienstleistungen einzeln eintragen, mit Namen, nach denen gesucht wird und je zwei bis drei Sätzen Beschreibung.
  3. Erste 250 Zeichen der Beschreibung neu schreiben: was, für wen, wo.
  4. Einzugsgebiet auf die Orte zurechtschneiden, in denen du wirklich arbeitest, und alles streichen, wo du nie hinfährst.

Danach ist das Profil kein Häkchen mehr, sondern ein Eintrag, den Google lesen kann.

Ein Nachmittag reicht, um das Profil richtig zu befüllen. Er reicht nicht, um es oben zu halten: Kategorien verschieben sich, Wettbewerber ziehen nach und ob eine Änderung gewirkt hat, sieht man erst nach Wochen, wenn jemand nachmisst.

Wenn dein Profil steht, du aber nicht weißt, warum du trotzdem nicht oben erscheinst: Google Maps Ranking verbessern beantwortet genau diese Frage.

Das Profil allein trägt nämlich nur so weit. Wer dauerhaft im Kartenkasten stehen will, braucht dazu Ortsseiten, einheitliche Firmendaten über alle Verzeichnisse hinweg und Erwähnungen von außen. Das sind keine weiteren Nachmittage, sondern laufende Arbeit. Wenn du diesen Teil nicht dauerhaft nebenbei erledigen willst: Sieh dir an, was wir bei lokalem SEO übernehmen, und was du dabei selbst behältst.

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